Wie funktioniert Laserschneiden?

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Beim Laserschneiden bündelt eine Linse einen Laserstrahl auf einen Punkt von etwa 0,1 bis 0,3 Millimetern Durchmesser. Dort entsteht eine so hohe Leistungsdichte, dass das Metall sofort schmilzt oder verbrennt. Ein Gasstrahl bläst die flüssige Schmelze nach unten aus der Schnittfuge. Der Schneidkopf fährt die Kontur ab, und dahinter bleibt ein Schnitt von wenigen Zehntelmillimetern Breite zurück.
Faserlaser-Schneidkopf beim Schneiden von Stahlblech

Das ist die Kurzfassung. Dahinter steckt ein Zusammenspiel aus Strahlerzeugung, Fokussierung, Gasdynamik und Bewegungsführung, bei dem jede Größe von den anderen abhängt. Dieser Artikel erklärt den Ablauf Schritt für Schritt und geht anschließend in die Details, die im Betrieb tatsächlich über die Schnittqualität entscheiden.

Laserschneidanlage, Faserlaser, Flachbettlaser: was heißt was?

Bevor wir in die Technik gehen, kurz das Begriffsfeld sortieren. Im Markt werden diese Bezeichnungen munter durcheinander verwendet.

BegriffWas gemeint ist
LaserschneidenDer allgemeine Sammelbegriff für das Verfahren
LaserstrahlschneidenDie normgerechte Bezeichnung nach DIN 8580 (Fertigungsverfahren Trennen), inhaltlich dasselbe
Laserschneidanlage / LaserschneidmaschineDie Maschine selbst. „Anlage“ wird oft verwendet, wenn Automatisierung wie Be- und Entladung dazugehört, „Maschine“ für die Stand-alone-Variante. Ein technischer Unterschied ist damit nicht verbunden
Laserschneider / Schneidlaser / BlechlaserUmgangssprachliche Kurzformen für dieselbe Maschine
Faserlaser / FiberlaserDie Bauart der Laserquelle, nicht die Maschine. Der Strahl wird in einer dotierten Glasfaser erzeugt und über ein Lichtleitkabel zum Schneidkopf geführt
CO₂-LaserDie ältere Bauart mit Gasentladung und Spiegelstrahlengang
FlachbettlaserDie Bauform: Das Blech liegt flach auf einem Lamellentisch, der Schneidkopf verfährt in X und Y darüber
2D-Laser / 2D-FaserlaserSynonym zum Flachbettlaser, geschnitten wird in der Ebene
Rohrlaser / 3D-LaserAndere Bauformen für Rohre, Profile und räumliche Bauteile
CNC-LaserBetont nur, dass die Maschine numerisch gesteuert ist. Das trifft auf jede aktuelle Anlage zu
Laserzuschnitt / LaserteileDas Ergebnis, also die geschnittenen Bauteile

Kurz gesagt: Ein 2D-Faserlaser ist ein Flachbettlaser mit Faserlaserquelle. Wer „Laserschneidanlage“, „Laserschneidmaschine“ oder „Blechlaser“ sagt, meint in aller Regel genau dasselbe Gerät.

Dieser Artikel behandelt durchgängig den Flachbettlaser für Blech.

Der Ablauf in sechs Schritten

1. Strahlerzeugung

In der Laserquelle wird Licht einer definierten Wellenlänge erzeugt. Beim Faserlaser geschieht das in einer mit Seltenerdelementen dotierten Glasfaser, die von Diodenlasern angeregt wird. Die Wellenlänge liegt bei etwa 1.070 Nanometern, also im nahen Infrarot und damit für das Auge unsichtbar. Beim älteren CO₂-Laser entsteht der Strahl in einer Gasentladung bei 10.600 Nanometern.

2. Strahlführung

Der Faserlaser leitet den Strahl über ein Lichtleitkabel zum Schneidkopf. Das funktioniert verschleißfrei und ohne bewegliche Optik. Ein CO₂-Laser braucht dafür einen Spiegelstrahlengang mit mehreren Umlenkspiegeln, die justiert und gepflegt werden müssen.

3. Kollimation und Fokussierung

Im Schneidkopf wird der aus der Faser austretende, aufgeweitete Strahl zuerst parallel gerichtet (kollimiert) und anschließend von einer Fokussierlinse auf einen sehr kleinen Punkt gebündelt. Typische Fokusdurchmesser liegen zwischen 20 und 250 Mikrometern.

Erst hier entsteht das, was Laserschneiden überhaupt möglich macht: Die gesamte Leistung verteilt sich auf eine winzige Fläche. Bei 6 Kilowatt auf einem Fokuspunkt von 0,2 Millimetern Durchmesser ergibt das eine Leistungsdichte in der Größenordnung von 10⁷ Watt pro Quadratzentimeter. Zum Vergleich: Die Sonne liefert auf der Erdoberfläche etwa 0,1 Watt pro Quadratzentimeter.

4. Einstechen

Bevor die Kontur gefahren werden kann, muss der Strahl das Blech an einer Stelle durchdringen. Dieser Vorgang heißt Einstechen oder Piercing und ist ein eigener Prozessschritt mit eigenen Parametern.

5. Schneiden

Der Schneidkopf fährt die programmierte Kontur ab. Gleichzeitig strömt das Schneidgas koaxial, also ringförmig um den Strahl herum, durch die Düse auf das Blech.

6. Abfuhr

Die ausgetriebene Schmelze fällt als Schlacke in den darunterliegenden Schlackekasten. Rauch, Feinstaub und Metalldämpfe werden von der Absaugung erfasst.

Schnittdarstellung des Laserschneidprozesses mit Schneidkopf, Düse, Schneidgas und Schnittfuge
Der Strahl wird im Schneidkopf kollimiert und fokussiert. Das Schneidgas strömt koaxial durch die Düse und treibt die Schmelze nach unten aus der Fuge.Zum Vergrößern seitlich wischen

Was an der Schnittfront wirklich passiert

Dieser Abschnitt erklärt den Kern des Verfahrens. Wer ihn verstanden hat, kann die meisten Qualitätsprobleme selbst einordnen.

Schnittfront beim Laserschneiden im Längsschnitt mit Schmelzfilm und Riefenbildung
Der Strahl trifft die schräg stehende Schmelzfront unter flachem Winkel. Läuft die Front bei zu hohem Vorschub nach hinten weg, entstehen schräge Riefen.Zum Vergrößern seitlich wischen

Absorption: warum die Wellenlänge entscheidend ist

Metall reflektiert Licht. Wie viel davon absorbiert und damit in Wärme umgesetzt wird, hängt stark von der Wellenlänge ab. Bei etwa 1.070 Nanometern, der Wellenlänge des Faserlasers, absorbieren Stahl und die meisten Metalle deutlich mehr Energie als bei den 10.600 Nanometern eines CO₂-Lasers.

Bei Kupfer und Messing ist dieser Unterschied besonders ausgeprägt. Beide reflektieren die lange CO₂-Wellenlänge fast vollständig, was das Schneiden dieser Werkstoffe mit CO₂-Lasern schwierig bis unmöglich macht. Für den Faserlaser sind sie zugänglich.

Ein zweiter Effekt kommt hinzu: Sobald das Metall schmilzt, steigt die Absorption sprunghaft an. Der Prozess verstärkt sich also selbst, sobald er einmal angelaufen ist. Genau deshalb ist das Einstechen der kritische Moment und nicht das eigentliche Schneiden.

Die Schnittfront

Beim Schneiden bildet sich an der Vorderseite der Schnittfuge eine schräg stehende Schmelzfront. Der Laserstrahl trifft dort nicht senkrecht auf, sondern unter einem flachen Winkel. Das ist erwünscht, denn bei streifendem Einfall steigt die Absorption zusätzlich.

Die Schmelze läuft an dieser Front nach unten und wird vom Gasstrom aus der Fuge getrieben. Ist der Vorschub zu hoch, kann die Schmelze nicht schnell genug abfließen. Die Front läuft nach hinten weg, es entstehen die typischen schrägen Riefen, und irgendwann reißt der Schnitt ab.

Riefen an der Schnittkante

Die feinen, gleichmäßigen Linien an einer Laserschnittkante sind kein Fehler, sondern ein normales Merkmal des Prozesses. Sie entstehen durch die periodische Schwankung von Schmelzbildung und Schmelzaustrieb. Ihre Ausprägung ist eines der wichtigsten Qualitätsmerkmale und wird in der DIN EN ISO 9013 zusammen mit Rechtwinkligkeit und Rautiefe zur Bewertung thermischer Schnitte herangezogen.

Die drei Schneidverfahren

Auch wenn alle drei „Laserschneiden“ heißen: Physikalisch laufen unterschiedliche Prozesse ab. Der Unterschied liegt im Schneidgas.

Laserstrahl-Brennschneiden (Sauerstoff)

Der Laser erwärmt den Stahl auf Zündtemperatur. Dann verbrennt der zugeführte Sauerstoff das Eisen in einer exothermen Reaktion. Diese Verbrennung liefert einen erheblichen Teil der Schnittenergie selbst, teilweise mehr als der Laser.

Deshalb schaffst du mit Sauerstoff bei gleicher Laserleistung deutlich größere Blechdicken als mit Stickstoff.

  • Material: un- und niedriglegierter Stahl
  • Ergebnis: oxidierte Schnittkante, die vor dem Lackieren oder Beschichten nachbearbeitet werden muss
  • Gasdruck: niedrig, bei dickem Blech unter 1 bar

Ein Punkt, der oft überrascht: Bei zunehmender Blechdicke musst du den Sauerstoffdruck senken, nicht erhöhen. Zu viel Sauerstoff führt zu einer unkontrollierten Verbrennung, die sich seitlich in die Fuge frisst. Die Fuge wird unten breiter und rau, was als Auskolkung bezeichnet wird.

Laserstrahl-Schmelzschneiden (Stickstoff)

Hier trägt das Gas nichts zur Energiebilanz bei. Die gesamte Schmelzarbeit leistet der Laser. Der Stickstoff hat zwei Aufgaben: Er treibt die Schmelze mechanisch aus der Fuge, und er verdrängt den Luftsauerstoff aus der Schnittzone.

Das Ergebnis ist eine metallisch blanke, oxidfreie Kante.

  • Material: Edelstahl, Aluminium, verzinkter und beschichteter Stahl, zunehmend auch Baustahl
  • Ergebnis: keine Oxidschicht, minimaler Grat, direkt weiterverarbeitbar
  • Gasdruck: hoch, typisch 10 bis 25 bar

Weil das Gas hier die gesamte Austriebsarbeit leisten muss, ist der Druck deutlich höher als beim Brennschneiden. Die Gasreinheit ist dabei kein Detail: Enthält der Stickstoff nennenswerte Mengen Restsauerstoff, entstehen trotzdem Anlauffarben. Warum das bei Edelstahl über die Korrosionsbeständigkeit entscheidet, steht im Artikel zum Laserschneiden von Edelstahl.

Laserstrahl-Sublimierschneiden

Das Material wird direkt verdampft, ohne nennenswerte Schmelzphase. In der Blechbearbeitung spielt das Verfahren praktisch keine Rolle. Relevant ist es bei Kunststoffen, Holz, Papier und in der Mikrobearbeitung.

Die fünf Stellgrößen des Schneidprozesses

An einer modernen Anlage sind die Parameter für gängige Werkstoffe hinterlegt. Trotzdem lohnt es sich zu verstehen, was die einzelnen Größen bewirken, denn genau daraus ergeben sich die Fehlerbilder.

1. Laserleistung

Bestimmt, wie viel Material pro Zeit aufgeschmolzen werden kann, und damit die maximale Blechdicke sowie den möglichen Vorschub. Interessant ist die Skalierung: Bei dünnem Blech wächst der mögliche Vorschub nahezu linear mit der Leistung, bei dickem Blech deutlich schwächer. Der Grund ist, dass bei dickem Material zunehmend Wärme seitlich in das Blech abfließt, statt zur Schmelzbildung beizutragen.

2. Strahlqualität und Faserkerndurchmesser

Diese Größe wird selten erklärt, prägt das Verhalten einer Maschine aber stark.

Die Strahlqualität beschreibt, wie gut sich ein Strahl fokussieren lässt. Angegeben wird sie als Strahlparameterprodukt in Millimeter mal Milliradiant. Ein kleinerer Wert bedeutet einen kleineren erreichbaren Fokus und damit eine höhere Leistungsdichte.

Der Kerndurchmesser des Lichtleitkabels bestimmt diesen Wert wesentlich mit:

  • Kleiner Kerndurchmesser (etwa 50 µm): sehr kleiner Fokus, hohe Leistungsdichte, schmale Fuge. Ideal für dünnes Blech und feine Konturen.
  • Großer Kerndurchmesser (etwa 150 bis 200 µm): größerer Fokus, breitere Fuge, gleichmäßigere Energieverteilung über die Blechdicke. Vorteilhaft bei dickem Material, weil der Gasstrahl mehr Platz zum Austreiben der Schmelze bekommt.

Eine Maschine, die auf Dünnblech optimiert ist, schneidet dickes Blech deshalb nicht automatisch gut, selbst wenn die Kilowattzahl ausreicht. Hochwertige Anlagen können das Strahlprofil umschalten und decken damit beide Bereiche ab.

Einfluss des Faserkerndurchmessers auf Fokusdurchmesser, Schärfentiefe und Fugenbreite
Ein kleiner Faserkern liefert einen kleinen Fokus, aber eine geringe Schärfentiefe. Der größere Kern hält den Strahl über eine längere Strecke schlank und gibt dem Gas mehr Platz zum Austreiben der Schmelze.Zum Vergrößern seitlich wischen

3. Fokuslage

Die Fokuslage beschreibt, wo der engste Punkt des Strahls relativ zur Blechoberfläche liegt. Sie wird in Millimetern angegeben, negative Werte bedeuten unterhalb der Oberfläche.

  • Brennschneiden mit Sauerstoff: Fokus nahe der Oberfläche oder leicht darüber. Die Verbrennungsreaktion trägt die Energie nach unten weiter.
  • Schmelzschneiden mit Stickstoff: Fokus im unteren Drittel oder unterhalb des Blechs. So wird die Fuge nach unten breit genug, damit der Gasstrahl die Schmelze austreiben kann.
Fokuslage beim Brennschneiden mit Sauerstoff und beim Schmelzschneiden mit Stickstoff im Vergleich
Beim Schmelzschneiden liegt die Fokusebene tiefer, damit die Fuge nach unten breit genug für den Schmelzaustrieb wird.Zum Vergrößern seitlich wischen

Eine falsche Fokuslage ist eine der häufigsten Ursachen für Grat und schlechte Kantenqualität. Moderne Schneidköpfe verstellen den Fokus motorisch und passen ihn automatisch an Material und Dicke an.

4. Schneidgasdruck und Düse

Das Gas strömt mit Überschallgeschwindigkeit aus der Düse. Damit dieser Strahl stabil in die Fuge trifft, müssen drei Dinge stimmen:

  • Düsendurchmesser: wächst mit der Blechdicke, typisch 1,0 bis 3,0 mm. Zu klein bedeutet zu wenig Gasvolumen in der Fuge, zu groß verschwendet Gas und macht den Strahl instabil.
  • Düsenabstand: typisch 0,5 bis 1,5 mm über dem Blech. Der Abstand wird kapazitiv gemessen und laufend nachgeregelt. Wird er zu groß, verliert der Gasstrahl seine Bündelung, bevor er die Fuge erreicht.
  • Zentrierung: Der Laserstrahl muss exakt mittig durch die Düsenöffnung laufen. Eine verzogene oder falsch zentrierte Düse erzeugt eine schräge, unsymmetrische Fuge.

5. Vorschub

Der Vorschub muss zur Kombination aus Leistung, Dicke und Gas passen.

  • Zu hoch: Die Schmelzfront läuft nach hinten weg, Riefen werden schräg und grob, der Schnitt reißt ab.
  • Zu niedrig: Zu viel Wärme wird eingebracht. Die Oberkante verrundet, es bildet sich Grat, die Wärmeeinflusszone wächst.

Bei kleinen Konturen und engen Radien reduziert die Steuerung den Vorschub automatisch. Bleibt die Leistung dabei konstant, staut sich Wärme. Gute Steuerungen regeln die Leistung deshalb mit, was als Leistungsanpassung oder Power Ramping bezeichnet wird.

Einstechen: der kritische Moment

Das Einstechen ist der einzige Prozessschritt, bei dem der Strahl nicht in eine bestehende Fuge arbeitet, sondern sich erst durch das volle Material bohren muss. Entsprechend anders sind die Bedingungen.

Die Dauer hängt stark von der Blechdicke ab. Bei einem Millimeter Dünnblech sind es wenige Millisekunden, bei 20 Millimetern Baustahl kann es bis zu zwei Sekunden dauern.

Warum das Einstechen problematisch ist: Die Schmelze kann nicht seitlich abfließen und wird nach oben aus dem entstehenden Loch geschleudert. Sie legt sich als Kraterrand um die Einstichstelle und kann bei folgenden Konturzügen die Düse beschädigen oder den Schnitt stören. Bei dickem Material besteht zudem die Gefahr, dass sich die Einstichstelle unkontrolliert ausbrennt.

Wie moderne Steuerungen das lösen:

  • Gestuftes Einstechen: Leistung und Gasdruck werden in mehreren Stufen erhöht, statt sofort mit voller Leistung zu arbeiten.
  • Gepulstes Einstechen: Der Strahl arbeitet mit definierten Pulsen statt kontinuierlich, was den Wärmeeintrag begrenzt.
  • Einstichüberwachung: Ein Sensor erkennt den Durchbruch und schaltet sofort auf die Schneidparameter um, statt eine feste Zeit abzuwarten.
  • Anfahrwege: Der Einstich wird programmiertechnisch außerhalb der Bauteilkontur gelegt, sodass der Kraterrand im Abfall landet.

Bei vielen kleinen Teilen mit zahlreichen Innenkonturen kann die Summe der Einstechvorgänge einen erheblichen Anteil der Bearbeitungszeit ausmachen. Genau deshalb optimieren gute Programmiersysteme nicht nur die Verfahrwege, sondern auch die Anzahl und Reihenfolge der Einstiche.

Schnittfuge, Toleranzen und Wärmeeinflusszone

Die Schnittfuge

Die Fugenbreite liegt je nach Blechdicke, Fokusdurchmesser und Verfahren bei etwa 0,1 bis 0,5 Millimetern. Sie ist damit deutlich schmaler als bei jedem anderen thermischen Trennverfahren.

Das hat zwei praktische Folgen. Erstens lassen sich Teile im Nesting sehr eng aneinanderlegen, was die Materialausnutzung verbessert. Zweitens muss die Fugenbreite bei der Programmierung berücksichtigt werden: Der Schneidkopf fährt nicht auf der Kontur, sondern um den halben Fugendurchmesser daneben. Diese Schneidspaltkorrektur übernimmt die Software automatisch.

Die Fuge ist außerdem nicht exakt parallel. Sie verjüngt sich leicht nach unten, was bei dickem Material zu einer messbaren Schrägheit der Schnittfläche führt.

Genauigkeit

Bei Genauigkeitsangaben lohnt es sich, zwei Dinge zu unterscheiden:

  • Positionier- und Wiederholgenauigkeit der Maschine: typisch ±0,05 mm pro Meter beziehungsweise ±0,03 mm. Das ist eine reine Maschineneigenschaft.
  • Erreichbare Bauteiltoleranz: hängt zusätzlich von Material, Blechdicke, Eigenspannungen im Blech und thermischem Verzug ab. Bei Dünnblech sind ±0,1 mm realistisch, bei dickem Material entsprechend mehr.

Ein Blech, das durch Walzen Eigenspannungen enthält, kann sich beim Schneiden verziehen, sobald die Kontur weitgehend freigeschnitten ist. Die Maschine arbeitet dann genau, das Teil ist es trotzdem nicht.

Wärmeeinflusszone

Als Wärmeeinflusszone bezeichnet man den Bereich neben der Schnittfuge, in dem sich das Gefüge durch den Wärmeeintrag verändert hat. Beim Laserschneiden ist sie sehr schmal, meist im Bereich von wenigen Hundertstel bis wenigen Zehntel Millimetern. Zum Vergleich: Beim Plasmaschneiden ist sie um ein Vielfaches breiter, beim autogenen Brennschneiden nochmals deutlicher.

Für die meisten Anwendungen ist das unkritisch. Relevant wird es bei hochfesten Feinkornstählen, bei denen die lokale Gefügeveränderung die Umformbarkeit an der Kante beeinflussen kann.

Aufbau einer Laserschneidanlage

Wer die Funktionsweise verstehen will, sollte die Baugruppen kennen.

BaugruppeFunktion
LaserquelleErzeugt den Strahl. Beim Faserlaser ein separater Schrank, der über das Lichtleitkabel angebunden ist
LichtleitkabelFührt den Strahl verlustarm zum Schneidkopf. Beweglich verlegt, mit definierten Mindestbiegeradien
SchneidkopfEnthält Kollimation, Fokussieroptik, Schutzglas, kapazitive Abstandsmessung und Gaszuführung. Die zentrale Verschleißbaugruppe
SchutzglasSchützt die teure Fokussieroptik vor Spritzern und Rauch. Verschleißteil, das regelmäßig geprüft und gewechselt wird
DüseFormt den Gasstrahl. Verschleißteil, wird je nach Material und Dicke gewechselt
Portal und AntriebeBewegen den Schneidkopf in X und Y, die Z-Achse regelt den Düsenabstand
MaschinenbettNimmt die Kräfte auf und bestimmt die Steifigkeit. Meist geschweißt und spannungsarm geglüht
LamellentischTrägt das Blech auf schmalen Stegen, damit möglichst wenig Auflagefläche entsteht. Verschleißteil
WechseltischErlaubt Be- und Entladen während die Maschine schneidet
SchlackekastenSammelt Schmelzreste und Kleinteile unter dem Tisch
AbsaugungErfasst Rauch und Feinstaub. Bei legierten Werkstoffen sicherheitsrelevant
KühlaggregatHält Laserquelle und Optik auf konstanter Temperatur
GasversorgungFlaschen, Bündel, Tank oder Generator, mit Druckregelung und Umschaltung
SteuerungCNC-Steuerung mit Schneidparameterdatenbank und Prozessüberwachung
UmhausungLichtdichte Einhausung mit überwachten Türen. Macht die Anlage erst zum Laserklasse-1-Produkt
Aufbau einer 2D-Laserschneidanlage mit Strahlweg und Nebenaggregaten
Der Strahlweg liegt vollständig in der Umhausung. Kühlung, Steuerung und Gasversorgung speisen die Anlage, die Absaugung führt Rauch und Staub ab.Zum Vergrößern seitlich wischen

Faserlaser und CO₂-Laser im Vergleich

KriteriumFaserlaserCO₂-Laser
Wellenlängeca. 1.070 nm10.600 nm
Strahlerzeugungdotierte Glasfaser, diodengepumptGasentladung
Elektrischer Wirkungsgrad30 bis 45 %8 bis 12 %
StrahlführungLichtleitkabel, wartungsfreiSpiegelstrahlengang, justierpflichtig
Absorption in Stahlhochdeutlich geringer
Dünnblech unter 4 mmdrei- bis vierfacher VorschubReferenz
Dickblech über 20 mm Baustahlvergleichbar bis leicht bessertraditionell stark
Kupfer und Messingschneidbarproblematisch wegen Reflexion
Wartungsaufwandgeringdeutlich höher

Der zentrale technische Unterschied ist die Wellenlänge. Sie erklärt sowohl die bessere Absorption in Metall als auch die Möglichkeit, den Strahl über eine Glasfaser zu führen. Beides zusammen ist der Grund, warum sich der Faserlaser in der Blechbearbeitung durchgesetzt hat.

Welche Blechdicke schafft welche Laserleistung?

Richtwerte für Faserlaser. Zu unterscheiden ist zwischen dem, was physikalisch gerade noch geht, und dem Bereich, in dem der Prozess stabil und wiederholbar läuft.

LaserleistungBaustahl (O₂)Edelstahl (N₂)Aluminium (N₂)KupferMessing
1,5 kW16 mm6 mm4 mm2 mm3 mm
3 kW20 mm12 mm8 mm4 mm5 mm
6 kW25 mm20 mm16 mm8 mm10 mm
12 kW30 mm40 mm40 mm14 mm16 mm
20 kW40 mm50 mm50 mm20 mm25 mm
30 kW50 mm60 mm60 mm25 mm30 mm

Wichtig zur Einordnung: An der oberen Grenze arbeitet der Prozess am Limit. Einstechzeiten steigen deutlich, das Parameterfenster wird eng, und Schwankungen in Materialqualität oder Blechoberfläche schlagen unmittelbar auf das Ergebnis durch. Prozesssicher ist typischerweise ein Bereich, der etwa 20 bis 25 Prozent unter dem Maximalwert liegt.

Die konkreten Vorschubwerte je Material, Dicke und Leistungsklasse findest du bei den einzelnen Modellen: zu den JFY Faserlaser-Anlagen.

Die Laserquelle bestimmt, wie die Maschine altert

Zwei Anlagen mit identischer Angabe „6 kW“ können sich im Betrieb deutlich unterschiedlich verhalten. Die Kilowattzahl auf dem Typenschild sagt wenig darüber aus, wie viel Leistung nach fünf Jahren noch im Blech ankommt.

Der entscheidende Punkt ist die aktive Leistungsregelung. Ein geregeltes System misst die Ausgangsleistung permanent und hält sie über die Gebrauchsdauer konstant. Ohne diese Regelung fällt die Leistung schleichend ab.

Auffällig wird das nicht sofort, sondern zuerst an Details: Einstiche bei Dickblech brauchen länger, Grat tritt bei Parametern auf, die vorher sauber liefen, die Ausschussquote kriecht nach oben. Irgendwann passt die gesamte hinterlegte Parametertabelle nicht mehr zur tatsächlichen Leistung der Quelle.

Frag bei jedem Angebot konkret nach Hersteller und Typ von Laserquelle, Schneidkopf und Antrieben. Ein Anbieter, der darauf keine klare Antwort gibt, ist ein Warnsignal.

BFC und BFC+: derselbe Aufbau, zwei Laserquellen

Bei den JFY Flachbettlasern lässt sich dieser Unterschied gut zeigen, weil beide Baureihen auf derselben Maschinenplattform aufbauen und sich im Kern der Anlage unterscheiden.

BFCBFC+
LaserquelleJFY MAX Elite FaserlaserTRUMPF Faserlaser
SchneidkopfBOCI Autofokus-SchneideinheitPrecitec Schneideinheit
AntriebeINOVANCEINOVANCE
SteuerungCypCut / FSCUT Bus-SystemCypCut Bus-System
Offline-ProgrammierungLANTEK Expert Cut MTB (optional)LANTEK Expert Cut MTB
Maschinenbettgeschweißt, strukturoptimiertgeschweißt, strukturoptimiert
SicherheitsniveauPL d nach ISO 13849-1PL e (Laserquelle, Herstellerangabe)

Zur TRUMPF-Quelle in der BFC+: TRUMPF bietet seine industriellen Faserlaser der TruFiber-Reihe nicht nur in eigenen Maschinen an, sondern auch als Strahlquelle für Maschinenbauer, verfügbar bis 12 kW im Multimode-Betrieb. TRUMPF setzt Quellen dieser Reihe auch in den eigenen 2D-Laserschneidmaschinen der TruLaser-1000-Serie ein. Das Kernmerkmal ist die aktive Leistungsregelung: Die Laserleistung bleibt nach Herstellerangabe über die gesamte Gebrauchsdauer stabil bei 100 Prozent.

Dazu kommt der Precitec-Schneidkopf, ein europäischer Standard in der Blechbearbeitung mit entsprechend guter Ersatzteilversorgung im deutschsprachigen Raum.

Zur BFC: Sie arbeitet mit JFYs eigener MAX-Elite-Quelle und einem BOCI-Autofokus-Schneidkopf, nicht mit TRUMPF-Technik. Die Baureihe ist als Einstieg in die Faserlasertechnik ausgelegt, mit geschweißtem Maschinenbett, INOVANCE-Antrieben, vollständiger CE-Umhausung und Zertifizierung nach PL d.

Technisch lautet die Auswahlfrage damit nicht „welche ist besser“, sondern wie eng deine Toleranzanforderungen über lange Zeiträume sind und wie prozesskritisch die Dickblechbearbeitung für dich ist.

Was die Schnittkante dir verrät

Fehlerbilder lesen zu können, spart mehr Zeit als jedes Handbuch. Die häufigsten Muster und ihre Ursachen:

FehlerbildWahrscheinliche Ursachen
Grat an der Blechunterseite (Baustahl)Gasdruck zu hoch, Fokuslage zu weit oben, Vorschub unpassend, Düse verschlissen
Grat bei Edelstahl mit StickstoffVorschub zu niedrig, Gasdruck zu niedrig, Fokus zu tief
Schräge Riefen, nach unten nachlaufendVorschub zu hoch für die Blechdicke
Anlauffarben an EdelstahlStickstoffreinheit zu gering, Restsauerstoff im System, Leckage in der Gasleitung
Verrundete Oberkantezu hoher Energieeintrag, Fokus zu weit oben, Vorschub zu niedrig
Auskolkung im unteren FugenbereichSauerstoffdruck bei dickem Blech zu hoch
Schnitt reißt bei Dickblech abverschmutztes Schutzglas, Fokuslage falsch, Leistungseinbruch der Quelle, feuchtes Gas
Schräge oder unsymmetrische FugeDüse nicht zentriert, Düse beschädigt
Einstiche brennen ausPiercing-Parameter zu aggressiv, kein gestuftes Einstechprogramm
Qualität schwankt über den TischBlech nicht plan, Lamellen verschlissen, Abstandsregelung prüfen
Verschlechterung über Monate, schleichendLeistungsabfall der Quelle ohne aktive Regelung, verschmutzte Optik

Ein Hinweis aus dem Servicealltag: Bei plötzlich abfallender Schnittqualität ist in den meisten Fällen das Schutzglas der Verursacher. Prüf das immer zuerst, bevor du an Parametern drehst. Verschlechtert sich die Qualität dagegen über Monate langsam und gleichmäßig, lohnt eine Leistungsmessung an der Quelle.

Sicherheit und Betreiberpflichten in Deutschland

Laserklasse. Eine vollständig umhauste 2D-Laserschneidanlage ist als Gesamtmaschine ein Laserklasse-1-Produkt, obwohl im Inneren ein Klasse-4-Laser arbeitet. Genau deshalb sind die Schutzeinrichtungen sicherheitsrelevant: lichtdichte Umhausung, laserabsorbierende Sichtfenster, überwachte Türverriegelungen, Lichtschranken.

Konformität. Maßgeblich sind aktuell die Maschinenrichtlinie 2006/42/EG sowie EN ISO 11553-1 für Lasermaschinen. Ab dem 20. Januar 2027 gilt die neue EU-Maschinenverordnung (EU) 2023/1230. Lass dir Konformitätserklärung, Betriebsanleitung in deutscher Sprache und die zugrunde gelegten Normen zeigen.

Performance Level. Sicherheitsfunktionen werden nach ISO 13849-1 bewertet. Frag konkret nach dem erreichten Performance Level der Schutztürüberwachung und der Not-Halt-Kette. PL d ist der übliche Mindeststandard, PL e das höhere Niveau.

Laserschutzbeauftragter. Nach OStrV und TROS Laserstrahlung ist ein Laserschutzbeauftragter für Klasse-3R-, -3B- und -4-Laser vorgeschrieben. Eine geschlossene Klasse-1-Anlage fällt im Normalbetrieb nicht darunter, bei Wartungs- und Servicearbeiten mit geöffneter Umhausung aber sehr wohl. In der Praxis ist ein benannter Laserschutzbeauftragter deshalb dringend zu empfehlen.

Absaugung und Gefahrstoffe. Beim Schneiden von Edelstahl entstehen Chrom(VI)- und Nickelverbindungen, beide krebserzeugend. Hier gelten TRGS 528 und TRGS 561. Die Absaugung mit passender Filterklasse ist Bestandteil der Gefährdungsbeurteilung nach Arbeitsschutzgesetz.

Infrastruktur. Plane früh ein: Drehstromanschluss (meist 3 × 400 V mit 63 bis 125 A), Kühlwasserversorgung, Druckluft in der geforderten Qualität, Tragfähigkeit und Ebenheit des Bodens sowie Kranbahn oder Stapler für das Blechhandling.

Häufige Fragen zur Funktionsweise

Wie funktioniert Laserschneiden einfach erklärt?

Ein Laserstrahl wird durch eine Linse auf einen Punkt von etwa 0,1 bis 0,3 Millimetern gebündelt. Die dort entstehende Leistungsdichte schmilzt oder verbrennt das Metall sofort. Ein Gasstrahl bläst die Schmelze nach unten aus der Schnittfuge. Der Schneidkopf fährt die Kontur ab und hinterlässt einen Schnitt von wenigen Zehntelmillimetern Breite.

Was ist der Unterschied zwischen Laserschneidanlage, Laserschneidmaschine und Faserlaser?

Laserschneidanlage und Laserschneidmaschine bezeichnen dasselbe Gerät. „Anlage“ wird meist verwendet, wenn Automatisierung wie Be- und Entladung dazugehört. „Faserlaser“ beschreibt dagegen nicht die Maschine, sondern die Bauart der Laserquelle darin.

Was ist ein Flachbettlaser?

Ein Flachbettlaser, auch 2D-Laser genannt, ist die klassische Bauform für den Blechzuschnitt. Das Blech liegt flach auf einem Lamellentisch, der Schneidkopf verfährt in X- und Y-Richtung darüber. Abzugrenzen davon sind Rohrlaser für Rohre und Profile sowie 3D-Laseranlagen für räumliche Bauteile.

Warum schneidet ein Faserlaser besser als ein CO₂-Laser?

Wegen der Wellenlänge. Bei etwa 1.070 Nanometern absorbieren Metalle deutlich mehr Energie als bei den 10.600 Nanometern des CO₂-Lasers. Zusätzlich lässt sich der Strahl über ein Lichtleitkabel führen, während der CO₂-Laser einen justierpflichtigen Spiegelstrahlengang braucht. Der elektrische Wirkungsgrad liegt beim Faserlaser bei 30 bis 45 Prozent statt 8 bis 12 Prozent.

Was ist der Unterschied zwischen Laserschneiden und Plasmaschneiden?

Laserschneiden arbeitet mit fokussiertem Licht, Plasmaschneiden mit einem ionisierten Gasstrahl. Der Laser liefert eine schmalere Schnittfuge von 0,1 bis 0,5 Millimetern gegenüber 1 bis 3 Millimetern, höhere Genauigkeit und eine kleinere Wärmeeinflusszone.

Wozu dient das Schneidgas beim Laserschneiden?

Das Schneidgas hat je nach Verfahren unterschiedliche Aufgaben. Sauerstoff verbrennt das Eisen zusätzlich und liefert dadurch einen Teil der Schnittenergie selbst. Stickstoff trägt nichts zur Energie bei, sondern treibt die Schmelze mechanisch aus der Fuge und hält gleichzeitig Luftsauerstoff aus der Schnittzone fern, damit die Kante blank bleibt.

Was bedeutet die Fokuslage beim Laserschneiden?

Sie beschreibt, wo der engste Punkt des Strahls relativ zur Blechoberfläche liegt. Beim Brennschneiden mit Sauerstoff liegt der Fokus nahe der Oberfläche, beim Schmelzschneiden mit Stickstoff im unteren Drittel oder unterhalb des Blechs, damit die Fuge nach unten breit genug für den Schmelzaustrieb wird. Eine falsche Fokuslage ist eine der häufigsten Ursachen für Grat.

Warum dauert das Einstechen länger als das Schneiden?

Beim Einstechen arbeitet der Strahl nicht in eine bestehende Fuge, sondern muss sich durch das volle Material bohren. Die Schmelze kann nicht seitlich abfließen und wird nach oben ausgeworfen. Bei einem Millimeter Blech dauert das Millisekunden, bei 20 Millimetern Baustahl bis zu zwei Sekunden. Moderne Steuerungen nutzen gestufte oder gepulste Einstechprogramme.

Wie breit ist die Schnittfuge beim Laserschneiden?

Je nach Blechdicke, Fokusdurchmesser und Verfahren etwa 0,1 bis 0,5 Millimeter. Die Fuge verjüngt sich leicht nach unten. Bei der Programmierung wird sie über die Schneidspaltkorrektur berücksichtigt, sodass der Schneidkopf um den halben Fugendurchmesser neben der Kontur fährt.

Was ist die Wärmeeinflusszone beim Laserschneiden?

Der Bereich neben der Schnittfuge, in dem sich das Gefüge durch den Wärmeeintrag verändert hat. Beim Laserschneiden ist sie sehr schmal, meist wenige Hundertstel bis Zehntel Millimeter, und damit deutlich kleiner als beim Plasma- oder autogenen Brennschneiden.

Warum hat die Laserschnittkante Riefen?

Die feinen Linien entstehen durch die periodische Schwankung von Schmelzbildung und Schmelzaustrieb an der Schnittfront. Sie sind ein normales Prozessmerkmal und kein Fehler. Ihre Ausprägung wird nach DIN EN ISO 9013 zusammen mit Rechtwinkligkeit und Rautiefe zur Bewertung thermischer Schnitte herangezogen.

Wie genau ist Laserschneiden?

Positioniergenauigkeiten liegen bei modernen Anlagen typisch bei ±0,05 mm/m, Wiederholgenauigkeiten bei ±0,03 mm. Die erreichbare Bauteiltoleranz hängt zusätzlich von Material, Blechdicke und Eigenspannungen ab. Bei Dünnblech sind ±0,1 mm realistisch.

Welche Materialien lassen sich mit dem Faserlaser schneiden?

Baustahl, Edelstahl, Aluminium, verzinkte und beschichtete Bleche, Kupfer, Messing sowie Titan. Nicht geeignet sind Kunststoffe mit Chloranteil, Verbundwerkstoffe mit Glasanteil und stark spiegelnde Werkstoffe in großen Dicken.

Welche Laserklasse hat eine Laserschneidmaschine?

Als Gesamtmaschine ist eine vollständig umhauste 2D-Laserschneidanlage ein Laserklasse-1-Produkt, obwohl im Inneren ein Klasse-4-Laser arbeitet. Voraussetzung sind lichtdichte Umhausung, laserabsorbierende Sichtfenster, überwachte Türverriegelungen und Lichtschranken.

Weiterlesen

Dieser Artikel erklärt das Verfahren. Die anwendungsbezogenen Themen behandeln wir getrennt:

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Die I-H&S GmbH ist seit 1987 in der Blechbearbeitung unterwegs und seit 2009 zertifizierter TRUMPF-Servicepartner. Seit Mai 2026 betreuen wir JFY exklusiv für Deutschland und die Niederlande, mit Servicestandorten in Backnang, Lübeck und Spankeren.

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Sven Spicker, MetalCut Interior, JFY Referenzkunde

Direkt aus der Werkhalle. Nicht aus dem Prospekt.

„Unser JFY-Laser läuft seit der Inbetriebnahme zuverlässig, Schnittqualität, Verfügbarkeit und Bedienung passen für uns zu 100 %. Was für uns aber den Unterschied macht, ist der Draht zu I-H&S: kurze Wege, ehrliche Antworten und ein Team, das wirklich ans Telefon geht, wenn man anruft. So stellen wir uns Zusammenarbeit mit einem Maschinenpartner vor."

Sven Spicker · MetalCut Interior · JFY-Anwender

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