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    Software

    JFY Plus im Überblick: Funktionen, Vorteile, Kosten-Nutzen

    Was ist JFY Plus? Die Software verbindet Laserschneiden und Biegen, programmiert offline und dreht den Workflow um. Funktionen, Vorteile und Rechenbeispiel.

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    Kurze Lieferzeiten, hoher Teilemix, wenig Personal: Die Anforderungen an die Blechbearbeitung steigen, die verfügbaren Programmierer werden nicht mehr. Und während jemand an der Steuerung steht, steht die Maschine mit.

    Genau dafür haben wir JFY Plus gebaut. Die Software bildet den kompletten Weg vom CAD-File bis zum fertigen Programm ab, für Laserschneiden und Abkanten in einer Umgebung. Und sie dreht die übliche Reihenfolge um: erst biegen, dann schneiden.

    In diesem Fachartikel findest du Funktionen, Vorteile und sogar ein Rechenbeispiel. Dazu die Abgrenzung zu JFY Cut und JFY Bend. Und die Betriebe, für die sich das Upgrade nicht lohnt. Auch das sagen wir dir lieber vorher.

    Was ist JFY Plus?

    JFY Plus ist unsere Offline-Programmiersoftware für die Blechbearbeitung. Sie führt vier Bereiche in einer Umgebung zusammen:

    • Laserbearbeitung: Schneidprogramme und Nesting
    • Biegetechnik: Abwicklung, Biegefolge, 3D-Simulation
    • Offline-Programmierung: im Büro, während die Maschine produziert
    • Automatisierte Arbeitsabläufe: hunderte Teile in einem Durchlauf

    Das Besondere ist die Reihenfolge: Wir starten beim fertigen Biegeteil, leiten daraus die Abwicklung ab und erzeugen erst dann das Schneidprogramm. Wir haben die Software im eigenen Haus entwickelt: als Programmier-Autopilot, nicht als weiteres CAD/CAM-System mit Einarbeitungsmonaten.

    JFY Plus ersetzt dein CAD nicht. Du konstruierst weiter, wo du es gewohnt bist. Wir setzen bei den Teiledaten an und übernehmen die Fertigungsvorbereitung.

    Die zentralen Funktionen von JFY Plus

    1. Eine Plattform für Laser und Abkantpresse

    Statt zwei getrennter Programmwelten arbeitest du in einer Umgebung, für unsere Faserlaser der BFC-Reihe genauso wie für die Abkantpressen der TPM-Reihe. Für Bauteile, die beide Bearbeitungsschritte durchlaufen, verschwindet damit die Schnittstelle, an der die meisten Fehler entstehen.

    2. Reverse-Workflow: Biegen vor Schneiden

    Der eigentliche Kern. Klassisch wickelst du ab, schneidest, gehst an die Presse und stellst dort fest, dass es nicht passt. Wir starten am anderen Ende:

    1. Biegefolge planen und in 3D simulieren. Kollisionen und Winkel fallen am Bildschirm auf, nicht an der Maschine.
    2. Abwicklung daraus berechnen. Auf Basis der tatsächlich eingesetzten Werkzeuge, nicht als Schätzwert.
    3. Schnitt und Nesting erzeugen. Die Kontur passt zu dem, was die Presse anschließend wirklich macht.

    Das Ergebnis: Das erste Teil sitzt. Kein Blech als Versuchsträger, kein zweiter Durchlauf.

    3. Automatisierte Programmerstellung

    Biegeparameter, Materialien und Konturen werden automatisch erkannt. Du lädst mehrere hundert Teile mit einem Klick hoch, die Automatisierung arbeitet den Stapel ab. Für Serienfertiger und Betriebe mit wiederkehrenden Bauteilen ist das der Unterschied zwischen einem Vormittag und ein paar Minuten.

    4. Mehrere Maschinen, mehrere Anwender

    JFY Plus ist für den Mehrschicht- und Mehrmaschinenbetrieb ausgelegt. Projekte und Programme liegen zentral im Teilemanager. Schluss mit drei Versionen desselben Teils auf drei Rechnern. Fällt eine Maschine aus oder ist ausgelastet, verteilst du Programme um.

    5. Offline-Programmierung

    Der größte einzelne Hebel. Programme entstehen im Büro, während die Maschinen weiterproduzieren. In vielen Betrieben steht die Maschine täglich rund eine Stunde still, nur weil jemand an der Steuerung tippt.

    6. Parameterprüfung vor der Freigabe

    Material, Blechdicke und Werkzeuge werden gegen die hinterlegten Daten geprüft. Fehler fallen auf, bevor sie Blech kosten.

    Welche Vorteile bringt JFY Plus?

    Kürzere Rüst- und Durchlaufzeiten

    Weil Programme unabhängig von der Maschine entstehen, sinken Stillstand und Rüstaufwand. Die Maschine läuft, während der nächste Auftrag vorbereitet wird.

    Höhere Prozesssicherheit

    Die 3D-Simulation der Biegefolge deckt die typischen Fehlerquellen auf, bevor Material eingesetzt wird. Gerade bei komplexen Abkantteilen mit mehreren Schenkeln senkt das Ausschuss und Nacharbeit spürbar.

    Weniger Materialverlust

    Zuverlässig berechnete Abwicklungen statt geschätzter Biegefaktoren, plus Nesting, das zur tatsächlichen Biegefolge passt. Beides zahlt direkt auf die Ausschussquote ein.

    Einfache Bedienung

    Die Oberfläche ist für Werkstattpersonal gebaut, nicht für CAD-Spezialisten. Wer eine Abkantpresse bedienen kann, kommt auch hier zurecht. Das ist bewusst so: Software, die nur einer im Betrieb beherrscht, löst dein Personalproblem nicht. Sie verschiebt es.

    Wissen im System statt im Kopf

    Wenn dein erfahrenster Programmierer in Rente geht, geht sein Wissen bisher mit. Im Teilemanager bleibt es im Betrieb. Für viele unserer Kunden ist das inzwischen das stärkere Argument als jede Zeitersparnis.

    JFY Cut, JFY Bend, JFY Plus und JFY Punch

    Diese Frage bekommen wir am häufigsten. Deshalb hier ausführlich.

    JFY Cut und JFY Bend gehören zum Maschinenpaket. Sie decken jeweils eine Technologie ab: Cut das Laserschneiden, Bend das Biegen. Mit JFY Bend wickelst du Teile ab, berechnest Biegefolgen und simulierst in 3D, oft mit wenigen Klicks.

    JFY Plus ist das Upgrade auf diese Kernsoftware. Es lohnt sich, sobald du mehr Geschwindigkeit brauchst, mehrere Anwender arbeiten oder du den kompletten Laser- und Biege-Workflow in einer Umgebung willst. Aufrüsten kannst du jederzeit. Beim Maschinenkauf musst du dich nicht festlegen.

    JFY Punch deckt die Stanztechnologie als Einzellösung ab. Eine kompakte Gegenüberstellung aller Stufen findest du auf unserer Seite zur JFY-Software.

    Über die drei Stufen verteilen sich diese Funktionen:

    • Basis-CAD-Import (DXF / IGES)
    • Erweiterter CAD-Import für weitere Formate
    • Offline-Biegen
    • Offline-Laserschneiden
    • Mehrmaschinen-Technologie
    • Mehrere Benutzer
    • Teilemanager
    • Automatisierter Arbeitsablauf

    Der erweiterte CAD-Import ist separat erhältlich und keiner Stufe fest zugeordnet.

    Faustregel: Solange du nur eine Technologie programmierst und einer die Arbeit macht, reicht die Kernsoftware, die ohnehin dabei ist. Sobald Laser und Biegen zusammenspielen, mehrere Leute programmieren oder mehrere Maschinen laufen, wird JFY Plus interessant.

    Was kostet das, und was spart es?

    Wir rechnen dir das lieber vor, als es zu behaupten. Ein durchgerechnetes Beispiel für einen mittelgroßen Lohnfertiger:

    PositionAnnahme im BeispielErsparnis / Jahr
    1 Stunde weniger Maschinenstillstand pro Tag durch Offline-Programmierung60 €/Arbeitsstunde, 250 Arbeitstage15.000 €
    Bis zu 97 % kürzere Programmierzeit2 statt 60 Minuten pro Programm, 30 €/Arbeitsstunde, 250 Arbeitstage7.500 €
    Bis zu 50 % weniger Ausschuss350 t Jahresverbrauch, 1.000 €/t, 10 % Ausschussquote = 35.000 € Schrottkosten17.500 €
    Summe40.000 €

    Und jetzt der ehrliche Teil: Diese Rechnung gilt für diese Annahmen. Sie steht und fällt mit drei Werten.

    • 350 Tonnen Jahresverbrauch. Bei 50 Tonnen schrumpft der dritte Posten von 17.500 € auf 2.500 €.
    • 10 % Ausschussquote. Liegst du bei 3 %, weil ihr das im Griff habt, fällt der Posten entsprechend kleiner aus.
    • Eine Stunde Stillstand pro Tag. Wer bereits offline programmiert, hat diesen Hebel schon gehoben.

    Unser Angebot ist deshalb nicht die Zahl, sondern die Rechnung: Schick uns deine drei Werte (Maschinenstundensatz, Programme pro Woche, Jahresverbrauch) und wir rechnen es durch. Kommen dabei 8.000 € heraus statt 40.000, sagen wir dir das auch.

    Für welche Betriebe eignet sich JFY Plus?

    Besonders interessant, wenn:

    • Laser und Abkantpresse bei dir im Haus stehen und Teile beide Schritte durchlaufen
    • du einen hohen Teilemix oder ständig wechselnde Aufträge hast
    • mehrere Leute programmieren oder mehrere Maschinen laufen
    • du Maschinenlaufzeiten erhöhen und Rüstzeiten senken willst
    • du Prozesse digitalisieren und standardisieren möchtest, statt sie von Einzelpersonen abhängig zu machen
    • deine Ausschussquote bei Biegeteilen über dem liegt, was du dir vorgenommen hattest

    Lohnt sich eher nicht, wenn:

    • du ausschließlich schneidest oder ausschließlich biegst, dann tut es die Kernsoftware, die ohnehin dabei ist
    • du wenige, immer gleiche Teile fertigst und die Programme längst stehen
    • du bereits ein eingespieltes CAD/CAM-System nutzt, das Laser und Biegen sauber abbildet, denn der Umstellungsaufwand kann den Gewinn übersteigen
    • deine Mengengerüste deutlich unter dem Rechenbeispiel oben liegen

    Wir verkaufen dir kein Upgrade, das du nicht brauchst. Reicht die Kernsoftware für deinen Betrieb, sagen wir das.

    Probier es aus, bevor du kaufst

    Schick uns dein kompliziertestes Teil. Wir programmieren es und zeigen dir das Ergebnis, inklusive der Zeit, die wir dafür gebraucht haben. Dein Teil, nicht ein Demoteil aus dem Prospekt.

    Live-Demo, online oder bei dir. Kostenlos, an einem echten Bauteil, ohne Folienvortrag.

    Und danach lassen wir dich nicht allein. Installation, Einrichtung der Werkzeug- und Materialdatenbank, Schulung vor Ort: Das übernimmt I-H&S. Wir sind seit 1987 in der Blechbearbeitung zuhause, seit 2009 zertifizierter TRUMPF-Partner und betreuen JFY exklusiv für Deutschland und die Niederlande, mit Service-Hubs in Backnang, Lübeck und Spankeren. Wenn du anrufst, geht jemand ran, der deine Maschinenkonfiguration kennt. Mehr dazu unter Service und Ersatzteile.

    Dazu bekommst du Zugang zum JFY-Portal: E-Learning, Video-Tutorials, technische Guides und ein Ticketsystem.

    Fazit

    JFY Plus führt Laser- und Biegeprozesse in einer Software zusammen, programmiert offline und dreht den Workflow um: erst biegen, dann schneiden. Das senkt Rüstzeiten, Ausschuss und die Abhängigkeit von einzelnen Programmierern.

    Ob sich das Upgrade für dich rechnet, hängt an deinen Mengen und deiner heutigen Ausschussquote, nicht an einer Broschürenzahl. Deshalb ist der schnellste Weg zur Antwort nicht dieser Text, sondern dein eigenes Bauteil.

    Sieh dir JFY Plus an deinem eigenen Teil an.

    Schick uns dein kompliziertestes Bauteil. Wir programmieren es und zeigen dir das Ergebnis, in einer kostenlosen Live-Demo, online oder bei dir vor Ort.

    Häufige Fragen zu JFY Plus

    Ist JFY Plus im Kaufpreis einer JFY-Maschine enthalten? JFY Cut und JFY Bend gehören zum Maschinenpaket. JFY Plus ist das Upgrade darauf und jederzeit nachrüstbar.

    Kann ich später von JFY Cut oder JFY Bend auf Plus wechseln? Ja, jederzeit. Du musst dich beim Maschinenkauf nicht festlegen.

    Welche Dateiformate kann ich importieren? DXF und IGES gehören zum Basis-Import. Für weitere Formate gibt es den erweiterten CAD-Import, separat erhältlich.

    Brauche ich zusätzlich ein CAD-System? Ja. Wir setzen bei den Teiledaten an und übernehmen die Fertigungsvorbereitung. Konstruiert wird weiter in deinem CAD.

    Wie lange dauert die Einarbeitung? Die Oberfläche ist für Werkstattpersonal gebaut, nicht für CAD-Spezialisten. Wer eine Abkantpresse bedient, kommt auch hier zurecht. Die Schulung machen wir bei dir im Betrieb, an deinen eigenen Teilen.

    Arbeiten mehrere Programmierer gleichzeitig damit? Ja. Mehrbenutzerbetrieb und ein zentraler Teilemanager gehören zum Funktionsumfang.

    An wen wende ich mich, wenn etwas klemmt? An unser Serviceteam in Backnang, Lübeck oder Spankeren. Deutschsprachig, mit Zugriff auf deine Maschinenkonfiguration. Zusätzlich hast du das JFY-Portal mit Tutorials, technischen Guides und Ticketsystem.

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